[Spielbericht] Die Staubfresser

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[Spielbericht] Die Staubfresser

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by Morebytes Thu Oct 12, 2017 5:21 pm
Hallo zusammen,

ausführliche Spielberichte schreiben, dafür wird wahrscheinlich die Zeit nicht reichen. Aber mir geht es vor allem darum, hier direktes Feedback von meinen Spielern und mir rüberzubringen. Mir hilft es jedenfalls immer bei Einstiegen in neue Systeme, Erfahrungen auszutauschen oder einfach nur ein "How-To" von anderen Spielrunden zu lesen.

Die Spielrunde habe ich einfach mal die "Staubfresser" genannt. Bisher gibt es noch keine Kampagne, TKG und ITB liegen zwar bereit, aber irgendwie muss ich die noch miteinander und "Embargo" verbinden.


Die Einführung

Wir beginnen mit vorgefertigen Charakteren, um den Einstieg möglichst knapp zu halten. Möglicherweise steigen die Spieler auf andere Charaktere um, aber bisher scheinen sie sich damit wohlzufühlen. Ausgesucht haben sie sich die Charaktere aus fünf Karteikarten, auf denen ich jeweils zu Kult, Kultur und Konzept ein paar Sätze geschrieben habe. Die Charakterblätter erhielten sie erst, als sie sich entschieden hatten. Natürlich haben wir uns vorher - ohne dass sie Primal Punk gelesen haben - über die Spielwelt und die Kulte unterhalten.

Entschieden haben sich die drei Spieler für einen Hellvetiker (Korporal Dorn), eine Spitalierin (Famulantin Semorov) und einen Richter (Rainhard Falberg...dass der Name im KatharSys steht, ist mir erst später aufgegangen...). Im Angebot waren noch ein Chronist und ein Schrotter.

Zusammen sind wir dann das Charakterblatt durchgegangen, haben ein paar grundlegende Fragen zum Würfelsystem und zum Kampfsystem geklärt (Pool, Trigger, Ego) und dann konnten wir loslegen.

Embargo

Erster Abend. Die ersten Gehversuche im System. Highlight: Richter Magnus und seine, eh, sehr junge Ehefrau. Da gabe es einige konsternierte Blicke. Die Konfrontation im Gasthaus endete blutig. Ein Gegner wurde von Richter Falberg per Stampede-Potenzial erstmal getackelt und vom Hellvetiker ausgeknockt. Der zweite Gegner (mit getarntem Schocker) floh, stellte sich aber dem nachsetzenden Richter zum Kampf. Eine Runde später lag der, betäubt vom Schocker, auf dem Boden. Der Gegner holte wieder aus. Ohne Zögern rammte Spitalierin Semorov dem Gegner den Spreizer in den Bauch und ließ die Klingen aufschnappen. Exitus.

Das Kampfsystem erwies sich als schnell und tödlich. Das hat die Spieler ein bisschen geschockt. Auch das langsame Regenerationssystem der Egopunkte machte sie ziemlich nachdenklich.

Erster Richtspruch des Richters: Mangels Kodex durfte Falberg selber ran und hat dem Ohnmächtigen aus dem Gasthof zur Strafe ein Knie zerschlagen. (Mittlerweile habe ich den Kodex gefunden, der Spieler will ihn sogar als kleines Heftchen binden lassen - wir werden den Richtspruch rückwirkend entsprechend abändern, das wird den NSC sicher freuen...)

Fazit: Der erste Eindruck war gut, der Hellvetiker-Spieler ist heiß wie Frittenfett auf die nächste Runde, die anderen beiden müssen erst mal noch ein bisschen mit dem Setting warm werden. Noch wissen sie nicht so genau, was auf sie zukommt, habe ich das Gefühl.
Ich als Spielleiter musste noch ein bisschen arg viel blättern (note for myself, Tablet wieder zum Laufen bringen und das PDF laden) und muss mir Notizen zum Abenteuer machen. Zu lesen sind sie wirklich wunderbar, sie regen mich an, diese Reichhaltigkeit auch als Spielleiter wiederzugeben. Nur wenn es mal auf die schnelle eine Info sein muss, braucht es ein bisschen Vorbereitung in Form von Notizen: Wer, wo, wie, was, warum.

Musik: Hoshin; Hintergrundbild: Karte des Protektorats und von Tumbler.
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Tue Oct 10, 2017 5:43 pm

Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

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by Morebytes Mon Oct 30, 2017 11:42 am
Kann Spuren von Spoilern enthalten. Read @ your own risk.

Embargo (Spielabend II)


Vorbereitungen: Im Vorfeld habe ich den Vektor deutlicher ausgearbeitet. Der Ausgang des Abenteuers, so wie er im KatharSys beschrieben ist, konnte so nicht stattfinden: drei gegen einen. Dafür kannte ich meine Spielergruppe zu gut, außerdem war sie felsenfest davon überzeugt, dort dem Fälscher gegenüberzutreten. Also hatte ich den Hindernisparcours im Vektor mit nichttödlichen Fallen und Narkoseminen präpariert, Giada sollte mit einem Gewehr vom Walkway an der Decke absichtlich danebenschießen, um die Spieler in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Die Spieler brechen also von Tumbler auf, sind sich der Gefahr durch umherstreifende Gendos bewusst und bleiben folglich eng beisammen. In aufziehendem Nebel starten die Gendos ihren Angriff. Nachdem die Charaktere mit zwei verkleideten Chronisten-Shuttern (ohne Lightshow und Vocoder) in Tumbler den Boden gewischt hatten, habe ich die Zahl der Gendos auf drei erhöht, ihre Werte etwas verringert und ihre Taktik auf ein Opfer konzentriert. Gegentaktik der Spieler war: verschanzen hinter dem Hellvetiker mit Felsen im Rücken, Spitalierin mit Phosphorbrenner als Fernkämpferin und der Richter als Flankenschutz des Hellvetikers. Lief auch ganz gut, der erste springende Gendo knallte mit phosphorbrennendem Fell in den Hellvetiker und trat daraufhin den Rückzug an, die zwei übrigen brachten den schwer Gepanzerten fast zu Fall (alle Fleischwunden abgestrichen), wurden aber von Spitalierin und ihrem Spreizer sowie dem Richthammer getötet. Mein Fazit: noch ein Gendo zu wenig, um es wirklich tödlich zu machen. Ich bekomme langsam ein Gefühl für die Balance zwischen gegnerischer und Charaktergruppen-Kampfkraft. In Bedrängnis geraten die Spieler wahrscheinlich nur bei Überzahlkampf. Und der Schocker ist ein bisschen zu mächtig.

Das Ruinenfeld, in dem der Vektor lag, wurde kaum durchsucht. Die Betonhalle fiel ihnen aber rasch auf. Nachdem sie dort Tokens "Päckchen" abgeliefert und der Container nach der Explosion eine Etage tiefer gerauscht war, fing dort das Tänzchen mit dem Blechschmied an. Der hatte, wie gesagt, nur nichttödliche Fallen ausgelegt, weil er die Hintermänner der Fälschungen fangen, nicht töten wollte. Insofern hatten die Charaktere durch die Fallen einen Hinweis, dass sie nur gefangengenommen werden sollten. Über Lautsprecher drohte der Schrotter ihnen immer wieder und die Spieler kombinierten, dass dieser so wie Jatzek in Tumbler ebenfalls reingelegt worden war. Mit ein bisschen Diplomatie der Spitalierin gelang eine Vereinbarung mit dem Blechschmied, statt ihn zu bekämpfen.

Nun wurde es interessant: Blechschmieds Elster Giada war durch die Bombendetonation in ihrem Container verletzt und nicht transportfähig. Also entschieden sich die Spieler, die Spitalierin als Giadas Schutz im Vektor zurückzulassen, während sie mit dem Blechschmied nach Tumbler aufbrachen, um mit den Dacroix und Token die Sache zu klären. Derzeit glaubten sie, Token wäre der Fälscher und wollte mit der Bombe seine Spuren verwischen.

Während zwei Spieler mit dem Schrotter in Tumbler den Hintergründen auf den Grund gingen, brachen die wahren Fälscher in Blechschmieds Vektor ein: drei Chronisten schweißten den geheimen zweiten Ausgang auf und es begann ein Katz- und Mausspiel in dem riesigen Containerfriedhof. Die Spitalierin warf sich Giada auf den Rücken und wich den Chronisten geschickt aus.

Zurück im Vektor entschieden man nach kurzer Diskussion, dem überlebenden Shutter aus Tumbler den Prozess zu machen - aufgrund Blechschmieds Aussage, er habe die falschen Wechsel wohl von seinem letzten Verkauf bei Case in Justitian erhalten. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit habe ich den Endkampf mit den Chronisten von Case ausfallen lassen. Der Prozess zieht nun natürlich die Aufmerksamkeit des Clusters auf sich und er wird den Fälscher aus dem Verkehr ziehen. Zusammen mit Richter Magnus von Tumbler haben die Schöffen, zwei Spielercharaktere, das Urteil verhängt: Verbannung nach Ferropol. Genug lose Enden also, um sie in Zukunft auf einen rachsüchtigen Chronistenfälscher treffen zu lassen.

Hintergrundbild: Karte des Vektors
Hintergrundmusik: Wasteland 2 (https://youtu.be/WTmCrtj98kU)
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Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

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by Ilfaralek Tue Oct 31, 2017 1:23 am
Danke für den feinen Spielbericht. Unsere Runde hat (noch) nicht gestartet, Die von Dir vorgenommenen Modifikationen von Embargo werde ich mir später eventuell "ausleihen" :D
In Ghat they believe in vampire watermelons, although folklore is silent about what they believe about vampire watermelons. Possibly they suck back.-- (Terry Pratchett)
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Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

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by Morebytes Tue Oct 31, 2017 1:55 pm
Sehr gerne. Wenn ich weiterhelfen kann, schreib mich bitte an.
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Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

by Cedrenos Wed Nov 01, 2017 10:56 am
Hallo Morebytes,

danke für den Spielbericht. Ich werde ebenfalls mit Embargo starten und werde auch einige Teile von dir ausleihen ;)

Ich habe noch paar Fragen wie du diverse Situationen gelöst hast:

Auftrag von Token
Token will ja einen Beweis haben. Dazu schickt er die Charaktere in den Vektor um gefälschte Wechsel zu besorgen. Diese will er scannen und den Fälscher an den Cluster melden. Die Charaktere könnten ja anmerken wozu in den Vektor aufbrechen, wenn doch genug gefälschte Wechsel(von Jazek) bereits da sind. Eine andere Frage wird sicher sein: Was ist in dem Paket! Wie habt ihr diese Szene gelöst?

Vektor
Das Geschehen spielt sich ja in einer Halle ab. Soweit ich verstanden habe stürzt der Container in dieser Halle in eine weitere Halle ab. Und diese untere Halle ist Blechschmieds Wildnis. Ist das korrekt und herrscht dort Dunkelheit? Sofern die Charaktere nur mit Taschenlampen ausgerüstet, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie wirklich einen Überblick haben werden.

Kampf mit Case
Darüber bin ich mir noch vollkommen im Unklaren :? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Charaktere es mit einem Fuse aufnehmen können. Sind sie nur Zuseher beim Kampf Case-Blechschmied? Was passiert wenn Blechschmied bereits tot ist? Fragen über Fragen.....

Grüße, Franz
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Thu Oct 19, 2017 10:31 pm

Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

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by Morebytes Wed Nov 01, 2017 11:47 am
Hi Franz,

zunächst, den Kampf mit Case und Konsorten habe ich ausfallen lassen - es war an diesem Abend bereits zu spät. Im Post Spielabend Embargo II habe ich nur beschrieben, wie Cases Shutter in den Vektor einbrechen und unsere Spitalierin mit Giada vor ihnen geflohen ist - das war eine besondere Situation, die sich ergab, weil Giada nicht transportfähig war und sich die Gruppe trennte. Die beiden waren ziemlich gut versteckt am Ende und der Shutter, der in ihrem Bereich der Halle suchte, hat schlicht den Wurf "vergeigt" (mit etwas spielleiterischer Freiheit...;) ), sonst wäre die Spitalierin vermutlich tot.

Davon abgesehen: Entweder entschärfe die Szene, indem Du den Blechschmied überleben lässt (weil sich die Charaktere z.B. ohne Kampf mit ihm einigen) und Du dann nur Case und einen weiteren Shutter auftreten lässt. Oder verlege ihn so, dass er Deiner Spielergruppe entgegenkommt. Ich habe kurz darüber nachgedacht, ihn nach draußen ins Ruinenfeld oder nach Tumbler zu verlegen und Embargo in einer Art Western Shootout enden zu lassen: Cases Shutter haben die Dacroix, Richter Magnus und Token überwältigt und halten sie als Geiseln, während Case die Charaktere auf der Hauptstraße erwartet und sie auffordert, ihre Waffen abzulegen. Hätte den Vorteil, dass Case auch höchstens einen Helfer hat, während der andere die Geiseln bewacht.

Der Vektor besteht aus zwei Ebenen, das hast Du richtig verstanden. Bei ihrem ersten Eintreffen war es dort unten stockduster und sie hatten nur die "Lampe" der Spitalierin auf ihrem Spreizer. Einen Überblick erhalten sie also nicht, müssen sich im Dunkeln vorantasten. In Blechschmieds Bärenhöhle befinden sich die Hauptschaltungen des Vektors, mit denen er das Licht auf Ebene 2 an- und ausschalten kann. Er hatte sie abgezweigt und dorthin verlegt.

Der Auftrag von Token war bei mir nicht, noch mehr gefälschte Wechsel zu besorgen. Jatzek hatte die Wechsel ja aus dem Ruinenfeld, was er ja auch aussagt, und Tokens Auftrag an meine Spielergruppe war dann, die Wechselstube dort aufzuspüren. Zu diesem Zeitpunkt ist Token wie auch die Spieler davon überzeugt, dass der Ursprung der Fälschungen dort ist. Bei dem Bombenpäckchen hatte ich Glück, Token hat meinen Spielern glaubhaft gemacht, dass sie dieses Stück Techschrott dort gegen Wechsel eintauschen können. Wenn diese gefälscht sind, wäre das der letzte Beweis. Die Spieler haben ihm geglaubt.
Bedenke die Motivation von Token: Er will die Wechselstube mit der Bombe ausschalten, damit der Cluster nichts erfährt und Tumbler und seine Freunde dort in Ruhe lässt.

Es ist also ein bisschen Arbeit nötig und auch ein bisschen Improvisation, um Embargo rund zu machen - hart nach den Worten im Buch gespielt gibt es zu viele offene Fragen für den Spielleiter.
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Tue Oct 10, 2017 5:43 pm

Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

by Cedrenos Wed Nov 01, 2017 5:20 pm
Danke für deine Ausführungen.

Ich werde wohl ebenfalls auf eine Einigung mit Blechschmied hinarbeiten. Den Auftrag von Token werde ich so ausarbeiten, dass es noch einen endgültigen Beweises bedarf um Unheil von den Menschen im Tumbler abzuwenden.
Bit
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Thu Oct 19, 2017 10:31 pm

Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

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by Morebytes Thu Nov 02, 2017 1:27 pm
Gern. Melde Dich, falls ich weiterhelfen kann. Ich glaube wirklich, Degenesis zu leiten ist nicht so einfach... ich leite jetzt schon Rollenspiele seit 20 Jahren und der Detailreichtum von Degenesis ist echt erschlagend. No offense, ich finde es positiv, großartig, wie viel Liebe zum Detail da drin steckt, aber die hard facts fürs Spiel herauszufiltern ist mit vorbereitender Arbeit verbunden.

Anyway, gestern ging es weiter. Wir starteten mit

Nichtfraktal

Der Auftakt
Famulantin Semorov, Stadtrichter Falberg und Hellvetiker-Korporal Dorn wurden mit jeweils eigenen Aufträgen von ihren Kulten nach Kessel geschickt, um das Nichtfraktal wenigstens in Augenschein zu nehmen. Im Ruinenfeld treffen sie aufeinander und beschließen, sich gegenseitig bei der Suche nach dem mysteriösen Artefakt zu helfen.

Die Bühne ist bereitet, die meisten Protagonisten haben sie am ersten Abend kennengelernt: den gefallenen Richter Resnik, der sich hierher an den Rand des Protektorats zurückgezogen hat und nun vom Schrotterrausch überrascht wird; sein Kumpel Mechanskov und dessen Sohn, zwei Schrotter, die seit Jahren hier leben und über die tausendfache Konkurrenz gar nicht erfreut sind; die Kartellschätzer Koll, Zander und Assel, die sich auf ein gutes Geschäft freuen; Davinci und seine Draisine, die Schrotter und ihre Beute hin- und herkarrt; nur zu den Apos hat sich bisher noch keiner getraut.

Was nicht in der Kampagne steht: Eine Kompanie Hellvetiker wurde von den Chronisten angeheuert, um die Umgebung zu sichern; Dorn hat allerdings nur vier Stunden Wachdienst pro Tag und ansonsten Zeit, sich auf Bitten seines Majors Tenzelberg mal nach dem Nichtfraktal umzuschauen. Die Spitalier haben einen Chirurgen, Dr. Weizmann, nach Kessel geschickt, um auf Bitten der Chronisten dort ein Feldlazarett aufzubauen. Weizmann hatte zuvor eine andere Position inne und war im Feldlager Vivaco, Purgare, stationiert (die erste Leine Richtung ITB ausgeworfen). Er soll erster Anlaufpunkt von Famulantin Semorov sein, falls sie Zugriff auf das Nichtfraktal erhält.

Was die Spieler tun Einfach drauflossuchen, das passt nicht zu ihnen. Sie wollen mehr Informationen. Reden mit Mechanskov, um mehr über das Ruinenfeld erfahren. Sammeln ein bisschen Schrott, um ihn bei den Chronisten überprüfen zu lassen - nur um zu sehen, wie diese Überprüfung aussehen soll. Sie brauchen einen Plan.
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Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

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by Morebytes Tue Apr 24, 2018 10:47 am
Sorry for delay, wir haben natürlich zwischenzeitlich weitergemacht. Ein kurzes Update, ich kann derzeit nur mit einer Hand tippen ;)

Im Kessel verdichten sich die Ereignisse mittlerweile. Das Nichtfraktal zu finden entpuppt sich nicht als vorrangige Aufgabe der drei Charaktere. Sie knüpfen Kontakte, schlichten Streitigkeiten, entdecken Geheimnisse und einen alten Dieselgenerator und lösen Probleme, während der Frühling eine Pause macht und das Camp eingeschneit ist. Die Famulantin kommt auf die Idee, Zisternen zu suchen, um die Frischwasserversorgung des riesigen Schrottercamps sicherzustellen. Super Idee, denkt sich der Spielleiter, ein Ansatz für Daumenschrauben, um die Intensität der Konflikte im Lager anzuheizen. Denn was bringt die Menschen mehr auf Touren als schwefelverseuchtes Trinkwasser? Krankheiten machen sich im Camp breit. Die Versorgungskarawane aus Justitian steckt irgendwo westlich in den Bergen fest. Die Unruhe ist fast greifbar. Die Spitalier haben grünes Licht, mit allen Mitteln gegen die Krankheiten vorzugehen. Die Chronisten um das Fragment Redundanz wollen nur wissen, wann es los geht...
Tick tack.
:evil:
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Re: [Spielbericht] Die Staubfresser

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by Morebytes Wed Feb 06, 2019 5:58 pm
Der Winter ist zurück. Der Kessel ist nach einem heftigen Schneegestöber eingeschneit. Ein Schrotter ist erfroren, unweit des Dieselgenerators, den die Charaktere gefunden haben. Dort hatte sich der Hellvetiker einquartiert, um den Generator zu bewachen. Koordinaten, die der Schrotter dabei hatte, wiesen auf einen wenig frequentierten Teil des Kessels hin. Als sich die Gruppe dorthin aufmacht,

Mittlerweile ist die Lage im Kessel deutlich am Eskalieren. Von der Bahntrasse baumeln die Leichen eines Schrotters und einer Apokalyptikerin. Der Schrotter hat die Elster beklaut und die hatte es erst nicht bemerkt. Zlata, die Chefin der Apo-Schar, hat beide aufknüpfen lassen - als Warnung nach innen und außen. Typhus und Cholera grassieren, das provisorische Quarantänelager der Spitalier ist voll. Das Schrotterkartell hat versucht, den alten Mechanskov und seinen Sohn zu lynchen. Weil die Versorgungskarawane feststeckt und der Alte ständig in seinem Bunker hockt, seit die Schrotterhorden eingefallen sind, vermutete das Kartell, dass Mechanskov Essen hortet. Keine gute Idee, sich mit dem Kartell anzulegen. Glücklicherweise kam die resolute Spitalierin rechtzeitig...
Außerdem hat das hat mittlerweile die Frischwasserbrunnen unter Kontrolle und verkauft das Wasser für einen Wechsel pro Liter. Die Stimmung ist zum zerreißen gespannt - ein Funke, und alles explodiert.

Als schließlich die Erde bebt und Feuer ausbricht, schlägt die Stimmung um - Spitalier und Schrotter, Kartell und Chronisten helfen gemeinsam, die Verschütteten zu bergen und die Verletzten ins Lazarett zu bringen. Aber was macht dieser schwerverletzte Chronist da unten am Fuße des riesigen Lochs, das sich im Lager aufgetan hat? Und - was zur Hölle liegt hinter der gewaltigen Stahltür, vor der er von Armierungseisen aufgespießt wurde?
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